Ein P-Konto zum Schutz Ihres Geldes

von Tino Richter am 11. Juli 2016

Wenn Sie Schulden haben, die Sie nicht mehr wie geplant abbezahlen können, kann ein P-Konto für Sie eine wichtige Hilfe sein. Es schützt Sie davor, dass bei einer Pfändung Gläubiger so viel Geld von Ihrem Girokonto bekommen, dass Sie über weniger als den Pfändungsfreibetrag verfügen.

Was ist das P-Konto?

Sie benötigen Beratung zum P-Konto? Rufen Sie an unter 0871/20667928

Sie benötigen Beratung zum P-Konto? Rufen Sie an unter 0871/20667928.

Ein P-Konto oder Pfändungsschutzkonto ist ein normales Girokonto, auf dem unbürokratisch von der Bank ein zusätzlicher Schutz eingerichtet wird.

Jeder kann bei seiner Bank ganz leicht beantragen, dass ein bestehendes Girokonto in ein P-Konto umgewandelt wird.

Dafür dürfen auch keine zusätzlichen Gebühren anfallen. Sie müssen aber weiterhin die gleichen Kontoführungsgebühren bezahlen, wie bisher.

Geldeingänge auf das P-Konto sind ab sofort automatisch vor einer Pfändung geschützt, solange sie unterhalb eines bestimmten Betrages liegen. Dieser Betrag ist in der Pfändungstabelle festgelegt.

Beträge, die darüber hinausgehen, werden zur Begleichung von Schulden vom Konto abgebucht. Der Betrag kann höher ausfallen, wenn Sie auf dem Konto Sozialleistungen für weitere Personen der Bedarfsgemeinschaft bekommen oder zum Bespiel einem Kind gegenüber unterhaltspflichtig sind.

Wie kann ich höhere Freibeträge für das P-Konto beantragen?

Während Sie die Umwandlung eines normalen Kontos in ein Girokonto direkt bei der Bank beantragen können, benötigen Sie für die Erhöhung der Freibeträge eine Bescheinigung.

Diese Bescheinigung können viele Stellen ausgeben: Ihr Arbeitgeber, ein Sozialleistungsträger, die Familienkassen, Rechtsanwälte, Steuerberater und die anerkannten Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen.

Allerdings ist keine dieser Stellen dazu verpflichtet. Insbesondere bei Schuldner- oder Verbraucherinsolvenzberatungsstellen müssen Sie damit rechnen, nicht sofort einen Termin zu bekommen.

Es gibt aber auch andere Möglichkeiten: Ihre Bank muss elektronisch erstellte Gehaltsabrechnungen als Nachweis anerkennen, wenn aus diesen die Unterhaltsverpflichtungen ersichtlich sind. Sie können also diese Bescheinigung mitnehmen oder einen Sozialleistungsbescheid, aus dem die Unterhaltsverpflichtung erkennbar ist.

In vielen Fällen gibt es immer noch Probleme mit dem P-Konto, weil Banken die Regeln nicht kennen – oder nicht anerkennen. Bei Schwierigkeiten sollte man immer daran denken, sich alles schriftlich geben zu lassen. Wenn Sie eine Beratung zum P-Konto benötigen, kontaktieren Sie mich gerne telefonisch unter 0871/20667928 oder per Mail an info@schuldenberatung-landshut.de.

 

Bildquellennachweis: Coloures-pic – fotolia.com

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